Sero-Overdose

Mit der Sprint möchte Triumph auch anspruchsvolle Sporttouring-Fahrer begeistern. Die Triumph Sprint ist ein typisches Tourenmotorrad, das gerade auch für längere Reisen gut geeignet ist. Und länger unterwegs sind Sporttourer in der Tat. Um sich kurviges Fahrvergnügen zu gönnen, ist meist eine lange Anreise über Autobahnen und Schnellstraßen vonnöten. Beides meistert die Triumph mit Bravour. Der 126 PS starke Motor stellt sich als wahrer Wonneproppen heraus, der jeden Drehzahlbereich sauber abspult. Auch passionierte Schaltmuffel fühlen sich auf dem Sattel der vor Kraft strotzenden Maschine wohl. Zum Überholen reicht ein minimaler Zug am Gasgriff völlig aus, überhaupt lösen leichte Drehbewegungen mit der rechten Hand einen gigantischen Schub entlang der Straße aus. Der Motorradfan kommt bei der flotten Fahrt auf der Triumph voll auf seine Kosten. Der Geldbeutel kann dabei glücklicherweise etwas zurückhaltend behandelt werden.

Der Aktionsradius des 20-Liter-Tanks reicht auch bei Strecken voll am Gas gefahren für 340 Kilometer. Auch das Fahrverhalten des britischen Tourers kann als einwandfrei bezeichnet werden. Geradeaus benimmt sich die Triumph sowieso vorbildlich und sobald der Straßenverlauf etwas kurviger wird, schwingt sie ebenso wunderbar mit. Ihr relativ schweres Gewicht dreht sie butterweich um jede Kehre, souverän und agil meistert sie auch anspruchsvolle Bergstrecken. Nur bei der Rallye Dakar würde sie sich hin und wieder schwer tun. Hört sich fast so an, als müsste sich der Fahrer nur noch bequem in den Sattel schwingen und der Dinge harren, die da kommen. Ganz so ist es natürlich nicht, denn selbst das beste Motorrad fährt immer nur so gut, wie es sein Fahrer beherrscht.